Krampfadern, Kompressionsstrümpfe und Venen-Check

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Kompressionsstrümpfe sind erste Wahl bei Venenleiden. Sie helfen ab der ersten Minute, verhindern schlimme Folgen und sind erst noch eine Wohltat für die Beine. Wer sagt, solch einen hässlichen, dicken Strumpf aus Grossmutters Zeiten ziehe er nicht an, ist schlecht beraten. Seine Beine werden es ihm jedenfalls nicht danken. Leider geistern auch heute noch viele Vorurteile herum, so dass nur ein kleiner Bruchteil von jenen Menschen Kompressionsstrümpfe tragen, die es absolut nötig hätten. Selbst manch ein Arzt verkennt den Nutzen der Kompressionstherapie, klärt seine Patienten nur ungenügend auf oder vernachlässigt die Nachbetreuung. Eine Unterlassungssünde. So kommt es, dass manch einer vermeintlich schlechte Erfahrungen mit Strümpfen macht.

Dabei sind Kompressionsstrümpfe bei jeglicher Art von Venenleiden die wirksamste und wichtigste Therapie überhaupt und nicht umsonst das Mittel der ersten Wahl. Und: Die heutigen Medizinal- strümpfe sind absolute High-Tech-Produkte, zudem noch topmodisch in den verschiedensten Ausführungen und Farben für Männer und Frauen.

Die Wirkung der Kompressionstherapie ist unmittelbar – und frei von Nebenwirkungen. Der Kompressionsstrumpf bringt von aussen Druck auf das Bein – und zwar vom Knöchel nach oben hin abnehmend. So wird der Rückstrom des Blutes zum Herzen erleichtert und verhindert, dass sich das Blut in den Venen staut und sie sich krankhaft erweitern.

Viele Patienten tragen die Strümpfe nicht, weil sie denken, das Brennen und Schmerzen ihrer kranken Beine würde sich noch verschlimmern. Völlig falsch! Schwellung und Hitze verschwinden. Die Beine fühlen sich sofort leichter an, der Schmerz lässt nach. Eine Wohltat gerade im Sommer.

Unterbleibt die Kompressionstherapie, schreitet das Krampfaderleiden unaufhaltsam fort, Venenoperationen und Salben hin oder her. Denn Krampfadern und schwere, dicke Beine sind weder Schönheitsfehler noch eine normale Alterserscheinung, sondern eine Volkskrankheit mit schweren Gesundheitsrisiken. Eine Folge ist die venöse Insuffizienz, sichtbar an der Braunverfärbung und Verhärtung in der Knöchelregion. Wird nicht spätestens jetzt ein Kompres­sionsstrumpf getragen, droht das Ulcus cruris, das offene Bein, welches jährlich fast zehntausend Menschen nicht nur unheimliche Schmerzen bereitet, sondern langwierige und kostspielige Spital- oder Pflegeheimaufenthalte erfordert. Nicht zu vergessen ist das erhöhte Risiko für Thrombosen und oft tödliche Lungenembolien infolge eines unbehandelten Krampfaderleidens.

Kompressionsstrümpfe haben alle Argumente auf ihrer Seite, auch in prophylaktischer Hinsicht. Wer schon in jungen Jahren zu Ödemen neigt, hat mit den Strümpfen ein wirksames Gegenmittel zur Hand. Dass die Krankenkassen pro Jahr nur zwei Rezepte für Kompressionsstrümpfe vergüten, ist Fakt. Der Nutzen der Strümpfe ist aber so gross, dass man sich ein paar Exemplare zum Wechseln auch auf eigene Rechnung besorgen sollte. Unterwäsche wechselt man ja auch nicht nur jedes halbe Jahr, auch ohne Krankenkassenvergütung.


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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 07.06.2013.

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